Die Bäume machen es uns im Herbst vor:  Wenn die Temperaturen allmählich sinken, die Tageslichtstunden immer weniger werden, bereiten sich die Bäume auf den Winter vor.  Die Blätter verfärben sich, fallen nach und nach ab oder werden von den Herbststürmen herunter gewirbelt. Der Baum macht sich keine Gedanken darum, ob im Frühling wieder neue Blätter wachsen. Der Baum hat keine Angst davor, im Winter einfach nichts zu tun, als sich auszuruhen und seine Kräfte zusammen zuziehen, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Der Baum ruht. So lange, bis die steigenden Temperaturen und die längeren Tage die Knospen wieder nach draussen drängen.

Ein Baum denkt nicht, dass sein Laub sein ganzes Wesen ausmacht. Das Laub ist ein Teil von ihm, das er immer wieder abwirft, um sich immer wieder neu schmücken zu können. Mit jedem Frühling und Sommer wächst er, aber ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob er schnell genug wächst und ob er vielleicht mehr Früchte tragen sollte.  Oder ob er nicht besser eine Blume wäre anstatt eines Baumes.

Ich verwende dieses Bild gerne in meinen Coachings, wenn Menschen nicht loslassen können. Wenn sie sich festhalten an ihrem Selbstbild, wer sie sind, was sie wollen und was sie können (oder auch nicht können). Sie wünschen sich meist, schon das Neue sehen zu können, während sie sich noch am Alten festhalten. Sie glauben, wenn sie Wünsche oder Vorstellungen loslassen, würden sie sich damit aufgeben. Doch es geht nicht darum, – um im Bild zu bleiben – die Blätter abzuwerfen und nie wieder wachsen zu lassen. Sondern es geht darum, die Blätter loszulassen im Vertrauen darauf, dass durch die Konzentration im Inneren sich genau die Kraft sammelt, die im Frühjahr die neuen Triebe treiben lässt. Und es geht auch nicht darum, auf einmal alles loszulassen, sondern in kleinen Schritten sich immer mehr von dem Alt-bekannten zu entfernen. Mit jedem kleinen Schritt loslassen entsteht dabei auch das Vertrauen, dass die Leere tragen kann.

Je häufiger man solche Prozesse durchlaufen hat, um so mehr entsteht das sichere, innere Gefühl, sich dem Nichts ganz hingeben zu können. Den Glauben abzugeben, dass wir alles kontrollieren könnten, und den Glauben wachsen zu lassen, dass es immer wieder einen neuen Frühling gibt, so lang und tief der Winter auch scheinen mag.

Doch da wir Menschen Menschen sind, und durch die Gesellschaft und deren Werte und Normen geprägt, fällt es leider nicht immer so leicht, Altes loszulassen. Was uns dabei helfen kann, ist zurückzuschauen. Genau hin zuschauen, was bisher alles Schönes passiert ist und unsere Entwicklung positiv gefördert hat. Aber auch das zu erkennen, was wir nicht weiter mitnehmen möchten, weil es nicht mehr passt oder uns blockiert. Welche „Äste“ müssen beschnitten werden, damit die Kraft im nächsten Jahr fokussiert zur Verfügung steht? Welche Kompetenzen tragen uns durch die dunkle Jahreszeit? Was müssen wir lernen bzw. welche „Vorräte“ müssen wir einlagern, damit wir gut durch den Winter kommen?

Egal, in welcher emotionalen „Jahreszeit“ Sie gerade feststecken: Ich begleite Sie mit dem Wissen, wie der Weg des Wandels gut zu gehen ist. Ich mache mich mit Ihnen auf den Weg, ihre innere Stimme wach zurufen und mit Ihnen mehr Mut und Vertrauen aufzubauen.

Wenn Sie sich den Herbstqualitäten schreibend nähern möchten, wäre vielleicht unser Schreibnachmittag am 18.11.17 etwas für Sie: Herbstgeflüster – was der Herbst uns lehren kann

Oder Sie nehmen Kontakt zu mir auf, um zu schauen, wie ich Ihnen helfen kann, ihren Knoten zu lösen. Rufen Sie mich einfach an 030 420 811 71